
Wir haben uns lange überlegt, wie wir diese Seite, die mit Abstand unsere Wichtigste ist, gestalten sollen. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für die numerische Auflistung der grundlegendsten Bestandteile/Zubehöre, um eine nach unserer Meinung einigermaßen artgerechte Haltung zu gewährleisten. Doch vorerst ein paar Bilder unserer Räumlichkeiten, die noch lange nicht fertig sind!
1. Das Becken
Wir halten unsere Lemmis in Aquarien, die eine Mindestgröße (bei Pärchen-Haltung) von 100x50x50cm haben. Eines unserer Becken hat die Größe 150x50x50cm.Dort wohnen 3 unserer kleinen Wühler (2 Weibchen und 1 äußert glückliches Männchen!).Wenn man bedenkt, dass diese kleinen Renner in freier Natur täglich viele Kilometer laufen, und sie ein Revier haben, das größer ist als 2 Quadratkilometer!, dann finden wir, dass unsere Größe der Becken das MINIMUM bietet, was wir ihnen SCHULDIG sind. Denn wie sagt man so schön: Es gibt NIE ein ZU GROß....es gibt nur ein ZU KLEIN!!! Dabei spielt es keine Rolle, um welches Tier es sich in der Gefangenschaft handelt.
2. Die Einstreu
Bei der Einstreu scheiden sich die Geister. Man liest oft, sie soll mindestens 25 cm haben. Auch das kann jeder für sich selbst entscheiden. Wir hätten es uns sehr einfach machen können: 25 cm Streu rein, Tiere rein, und ab und zu mal nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Wie in einer großen Buddelkiste. Nein, das wollten wir nicht! Bei soviel Einstreu wird man nicht so schnell ein krankes, verletztes oder sogar totes Tier auf Anhieb finden, sagten wir uns. Auch Babies, die bei uns geboren werden sollten, würden irgendwann einmal das Licht der Welt ÜBER der Einstreu erblicken, und wir würden sie nicht sofort entdecken. Also, was machen wir, fragten wir uns. Wir entschieden uns für die nachfolgende Variante, mit der wir bisher die besten Erfahrungen gemacht haben. Den Untergrund bedecken wir mit ca. 2cm Stroh/Heu, darauf kommt eine ca. 5-8cm Schicht normales Kleintierstreu. Darüber etwas Waldboden-Überstreu (gibt es z.B. von Vitakraft), und fertig.
Unseren Tieren geht es gut: Sie buddeln, spielen, laufen, fressen und trinken, balgen miteinander. Und das Beste daran ist: Sie sind viel zutraulicher, als wir gedacht haben, sie sind an uns Menschen gewöhnt und scheuen nicht vor uns zurück. Wir behalten den Überblick, und erkennen sofort, wenn etwas nicht stimmt mit unseren kleinen Murmeln.
3. Die Einrichtung
Jedes unserer Becken ist mit folgenden Dingen ausgestattet:
1 Haus, 1 Podest, 1Wurzel, 2-3 halbe Kokosnüsse, 1 Laufrad, 1 Futter- und 1 Wassernapf, 1-2 Nagerholzröhren, einige leere Toilettenpapier- und/oder Küchentücherrollen
Das Haus sollte aus Holz sein und man sollte darauf achten, dass es keine Bodenplatte hat, denn die Lemmis suchen sich ihre Pipi-Ecke selber aus (meistens in einer Ecke des Häuschens). Das Dach sollte abnehmbar sein, so kann man das Nest/den Schlafplatz auch ab und zu kontrollieren ohne gleich alles auseinander nehmen zu müssen (die Häuschen sind meistens bis unters Dach gefüllt mit Nestmaterial, Futter (sie bunkern auch gerne), etc.). Außerdem ist es bei der Zucht unerlässlich, täglich einmal im Nest nach dem Rechten zu schauen (auch dort können tote oder verletzte Tiere liegen, diese Erfahrung haben wir leider schon selber machen müssen!). Auf der gegenüberliegenden Seite im Aqua steht ein Holzpodest mit einer Weidenleiter zum Hochklettern. Darauf stehen Futter- und Wassernapf. Da die kleinen Wühler wirklich viel buddeln, und teilweise das Becken "umpflügen", ist es ratsam, die Näpfe höher zu stellen, um sie so einigermaßen vor Verunreinigung zu schützen. In die Mitte der Becken postierten wir eine etwas größere Mangrovenwurzel. Unsere Lemmis lieben sie. Sie kraxeln und toben auf dieser Wurzel herum, sie bietet hervorragende Spiel-, Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Die halben Kokosnüsse bieten weitere Unterschlupfmöglichkeiten (sie sehen aus wie kleine Häuschen). Im Becken verteilt liegen die Nagerholzröhren und einige Toilettenpapier- und Küchentücherrollen. Das sind sehr beliebte Spielzeuge. Die kleinen Kerlchen errichten aus ihnen und auch mit ihnen ein Tunnelsystem, man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Sie sind wahrlich kleine Baumeister. Einfach nur faszinierend!!! Zum Schluss ein paar Worte zum Laufrad: Es sollte auf jeden Fall ein Laufrad aus Plastik sein, ein geschlossenes, damit die kleinen Murmeln sich nicht verletzen können (da hat man schon die schlimmsten Sachen gehört), wir benutzen nur die Laufräder von der Fa. Ferplast,.. die sind sehr stabil, standfest und kugelgelagert. Sehr empfehlenswert!!!
4. Reinigung
Wir reinigen grundsätzlich alle 2-3 Tage die Pipi-Ecke(n), falls mehrere vorhanden sind. Da die Steppenlemminge dafür bekannt sind, nicht zu riechen, nehmen wir die Komplett-Reinigung ca. alle 6 Wochen vor, was den kleinen Kerlchen gar nicht so gefällt. Wir setzen zur Säuberung nur warmes Wasser ein,...Chemiekeulen haben in unseren Becken nichts verloren!!!
Ein Wort zum Schluss
Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass alles, was wir hier erwähnt haben, und auch noch erwähnen werden, nur unsere persönlichen Erfahrungen wiederspiegelt, die wir mit unseren Steppenlemmingen bisher gemacht haben, und auch noch machen werden. Was ihr aus den gegebenen Tipps und Anregungen machen werdet (oder auch nicht), liegt einzig und allein in eurem Ermessen. Also macht das Beste daraus!!!